Ich bin das Lächeln des Faschismus

Ich zeige dir keine Monster.
Nur Gesichter.

Gesichter, die lachen, feiern, lieben —
und in der nächsten Stunde den Befehl befolgen.

Ich zeige dir keine Ideologie.
Nur die Form, in der jede Ideologie gerinnt,
sobald Menschen aufhören zu denken.

Schau genau hin.

Sie heben die Hand, sie jubeln, sie ordnen sich ein.
Nicht, weil sie müssen.
Weil sie dazugehören wollen.

Sie marschieren nicht, weil jemand sie zwingt.
Sie marschieren, weil sie sich sicher fühlen,
wenn sie Schritt halten.

Ich will dich nicht erschrecken.
Ich will dich erinnern.

Erinnern daran,
dass Faschismus keine Zeit hat, kein Land, kein Gesicht.
Er trägt immer gerade das Gesicht,
das die Mehrheit für harmlos hält.

Und am Ende,
wenn du denkst, es sei vorbei,
wenn du sagst, „das war damals“ —

dann hör genau hin.

Da marschieren sie wieder.

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