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Willkommen im Restaurant für geistige Nahrung.
Hier stehen keine Premieren, Kinostarts oder Startwochen auf der Karte. Ein Film ist kein Joghurtbecher mit Ablaufdatum. Manche Streifen sind nach zwei Wochen kultureller Kompost, andere beginnen erst nach zehn Jahren zu wirken.
Ein Restaurant serviert Gerichte. Dieses hier geistige. Manche sind leicht, manche schwer verdaulich, manche bleiben im Kopf hängen wie ein guter Wein im Gaumen.
Mit Filmen verhält es sich ähnlich. Viele verschwinden, sobald das Licht im Kino wieder angeht. Einige bleiben. Ein Gedanke. Eine Szene. Ein Gefühl, das sich irgendwo im Hinterkopf festsetzt und dort weiterarbeitet. Filmrezensionen, bei denen das Erscheinungsdatum keine Rolle spielt. Kritiken als Menü für den Kopf. Kultur als Nahrung statt Algorithmus-Snack. Seltsame Idee. Könnte funktionieren.
Ein Film lebt nicht von seiner Kinowoche, sondern von seiner Idee. In einem klassischen Feuilleton würde man schreiben: Erscheinungsdatum, Box Office, Einordnung im Werk des Regisseurs, fertig.
In dieser Rubrik interessiert mich etwas anderes:
Was macht ein Film mit dem Kopf des Zuschauers?
Bleibt etwas hängen oder war es nur Popcorn mit Nebelmaschine?



